Mai 28

Andrea Dibelius bei der Premierenvergabe: des EMDASH Award 2011

Beitrag vom Mai 28 2011

Andrea Dibelius

Andrea Dibelius

Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Name der 2010 von Andrea Dibelius gegründeten EMDASH Foundation, sprich „em dash“, Gedankenstrich. Ziel der allgemeinnützigen Stiftung ist die Förderung junger Talente und Newcomer der Kunstszene, aber auch die Unterstützung interdisziplinärer Werke aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Kultur.
Im Mai 2011 vergab Stiftungsleiterin und Initiatorin Andrea Dibelius erstmals gemeinsam mit der Londoner Kunstmesse Frieze Art den hoch dotierten EMDASH Award.

 

Die internationale Jury bestehend aus Kunstexperten mit Andrea Dibelius, Gründerin und Stiftungsratsvorstand der EMDASH Foundation, Rowan Geddis, Residencies Co-Ordinator der Londoner Kunstgalerie Gasworks, Sarah McCrory, Kuratorin der Frieze Foundation, Janneke de Vries, Direktor der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst und Amelie von Wedel, ebenfalls von der EMDASH Foundation, gaben im Mai 2011 den Gewinner bekannt. Anahita Razmi aus Stuttgart konnte sich gegenüber 579 Mitbewerbern aus aller Welt durchsetzen und erhielt neben dem Preisgeld in Höhe von £ 10.000 als Startkapital für ihre Karriere auch weitere attraktive Prämien wie die Möglichkeit zur Teilnahme an einer dreimonatigen Gastausstellung in den Londoner Gasworks. Zudem wird sie während der kommenden Frieze Art Fair in London im Non-Profit-Bereich der Messe, der Frieze Projects – die Andrea Dibelius mit der EMDASH Foundation finanziell unterstützt – mit ihrer Arbeit vertreten sein.

Anahita Razmi reichte für den EMDASH Award ein Video ein, in dem sich die junge Künstlerin mit iranisch-deutschen Wurzeln kritisch mit den politischen Unruhen in Iran auseinandersetzt. Sie filmte dafür die Protestbewegung auf den Straßen Teherans nach der Präsidentschaftswahl Mahmud Ahmadinedschads. Andrea Dibelius begeisterte dabei in erster Linie, wie die Künstlerin auf besonders raffinierte Art mit ihrer Video-Darstellung eine Brücke schlug zu einem in der Kunstszene sehr etablierten Werk der New Yorker Tanz-Choreographin Trisha Browns. In ihrem „Roof Piece“ von 1971 verfilmte Browns eine Tanz-Performance auf den Dächern verschiedener Wolkenkratzer in New York.

Mit ihrer durch den EMDASH Award prämierten Arbeit legt die Video- und Performancekünstlerin Anahita Razmi die Meßlatte für den bevorstehenden Bewerbungsdurchgang für den EMDASH Award 2012 sehr hoch. Und das zur besonderen Freude der Stiftungsgründerin Andrea Dibelius, die Razmi’s Arbeit vor allem wegen dem aktuellen Hintergrund und intellektuellen Zugang sehr schätzt. „Razmi’s Werk provoziert, steht für neue Ideen und regt zu eigenen Interpretationen an während es sich mit einem topaktuellen Thema befasst. Damit repräsentiert es die Philosophie der EMDASH Foundation auf besondere Weise“, so Andrea Dibelius.